Die Stadt als Rohstoffquelle

Das Projekt KomZi (Kommunales Zirkuläres Ökosystem im Bauwesen) ist eines von sieben innovativen Vorhaben, das im Rahmen des Förderaufrufs Circular Cities. NRW vom Umweltministerium NRW gefördert wird. Ziel ist es, Baumaterialien durch Digitalisierung und kommunale Zusammenarbeit im Kreislauf zu führen – für mehr Ressourcenschutz, lokale Wertschöpfung und nachhaltige Arbeitsplätze.

Unsere Mission

Interdisziplinäre Expert:innen aus Forschung, Technologie und Stadtentwicklung entwickeln digitale Lösungen für nachhaltige Materialkreisläufe im Bauwesen.

KomZi entwickelt ein zirkuläres Ökosystem für den kommunalen Hoch- und Tiefbau: Materialien und Bauteile, die bei Rückbau- und Sanierungsmaßnahmen anfallen, sollen frühzeitig erfasst und ressourcenschonend für neue Bauprojekte wiederverwendet werden – digital geplant, effizient gematcht und rechtssicher umgesetzt.

Fenster eines Gebäudes in Nürnberg, Deutschland

Mit einem digitalen Tool können öffentliche und private Bauherren künftig Angebot und Bedarf an Baumaterialien systematisch erfassen, koordinieren und zielgerichtet zusammenbringen. Die Stadt Münster dient dabei als Modellkommune, in der der Ansatz beispielhaft erprobt und mit kommunalen Prozessen wie Ausschreibungen und Beschaffung verzahnt wird.
Ziel ist es, eine übertragbare Lösung zu schaffen, die auch in anderen Städten und Kommunen angewendet werden kann.

Unser Team

Stadt Münster

Die Stadt Münster übernimmt die Rolle der Modellkommune und stellt die reale Umgebung für die Erprobung des zirkulären Bauökosystems bereit. Sie integriert das Konzept in ihre Planungs-, Rückbau- und Beschaffungsprozesse und schafft mit der Stelle eines Circular Economy Beauftragten eine zentrale Koordinationsfunktion.

FH Münster

Die FH Münster bringt wissenschaftliche Expertise zur Erfassung und Analyse urbaner Materialströme ein – insbesondere durch das Institut IWARU (Institut für Infrastruktur – Wasser – Ressourcen – Umwelt). Sie stellt mit ihrer Methodik zur Berechnung des anthropogenen Materiallagers eine zentrale Grundlage für die digitale Erfassung und Bewertung von Bauteilen im kommunalen Kontext bereit.

Ruhr-Universität Bochum

Die Ruhr-Universität Bochum entwickelt wissenschaftlich fundierte Methoden zur systematischen Erfassung, Bewertung und Verwaltung des anthropogenen Materiallagers im Hoch- und Tiefbau. Gemeinsam mit den Partnern erarbeitet sie digitale Verfahren, um wiederverwendbare Materialien frühzeitig zu identifizieren und mit geplanten Bauvorhaben zu verknüpfen.

Sustina

Die Sustina entwickelt ein tragfähiges Geschäftsmodell, das zeigt, wie sich dieser Ansatz wirtschaftlich umsetzen lässt – von neuen Vertriebswegen über Standort- und Flächenkonzepte bis hin zu konkreten Umsetzungskonzepten für Kommunen.

Mineral Minds

Mineral Minds stellt die digitale Infrastruktur für das Stoffstrommanagement bereit. Bestehende Prozesse und Datenflüsse im Bauwesen und entwickelt ein Tool, das Materialangebote und -bedarfe intelligent vernetzt. Dabei entstehen standardisierte Datenstrukturen zur Bewertung, Wiederverwendung und Koordination von Baumaterialien.

„Never demolish, never remove or replace, always add, transform, and reuse!“

Anne Lacaton

French architect

Förderung


Dieses Projekt wird durch die Europäische Union und das Land Nordrhein-Westfalen im Rahmen des EFRE/JTF-Programms NRW 2021-2027 gefördert.

www.efre.nrw